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Arthur Schopenhauer Artikel
Arthur Schopenhauer (* 22.02 1788 in Stutthof bei Danzig, †21.09 1860 in Frankfurt am Main), war ein deutscher Philosoph.
Bewunderer Kants, in dessen Nachfolge er sich sah. Bewundert von Nietzsche und Wagner. Verachtete Hegel.
Das "Ding an sich" Kants war für ihn der "Wille", der die Triebfeder nicht ca. allen Handelns von Mensch und Tier, sondern auch die selbst grundlose Ursache hinter den Naturgesetzen ist.
Die "Vorstellung" ist ca. die durch Raum und Zeit (die der a priori gegebene Erkenntnismodus des Menschen sind) vervielfältigte Erscheinung des einen Willens.
Dem Menschen, als höchster Form des objektivierten Willens, ist die Möglichkeit gegeben den Willen aufzuheben und so in einen Zustand des Nichtseins (Nirvana) zu gelangen. In dem Genuss von Kunst und insbesondere Musik "will" der Mensch nicht, sondern ist in einem Zustand der reinen Anschauung.
In der Ethik vertritt Schopenhauer in dem radikalen Unterschied zu Kant eine Mitleidsethik. Der einzige Grund ohne auf den eigenen Vorteil zu achten selbstlos zu handeln, ist die Erkenntnis des Eigenen in dem Anderen (Mitleid). Synonym für Mitleid ist ihm "caritas" oder einfach "Liebe".
Ferner ist Schopenhauer Determinist. Beeinflusst von indischem Denken (Buddhismus / Hinduismus).
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- Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde, 1813
- Über das Sehn und die Farben, 1816
- Die Welt als Wille und Vorstellung, 1818/1819, vol 2 1844
- Die Kunst, Recht zu behalten, 1830
- Über den Willen in der Natur, 1836
- Über die Freiheit des menschlichen Willens, 1839
- Über die Grundlage der Moral, 1840
- Parerga und Paralipomena, 1851
- Nachlassband von Julius Frauenstedt, 1864Siehe auch: Nihilismus, Misanthropie
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Tipps zu dem Umgang mit den Werken | |
Arthur Schopenhauer hat sein Werk zeitlebens überarbeitet und gestaltet. Darum stößt der Leser häufig auf Querverweise innerhalb der Arbeit, die die Suche nachdem besten Einstiegins Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung nicht gerade erleichtern.
Am sinnvollsten eignet sich dem Leser das Werk Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde als Einstieg. Danach empfiehlt sich das Lesen der Kritik der Kantischen Philosophie in dem Anhang des ersten Bandes Die Welt als Wille und Vorstellung. Der nächste Schritt liegt in dem Lesen der ersten sieben Paragraphen eben dieses ersten Bandes. Danach sind die ersten vier Kapitel des zweiten Bandes des Werkes zu lesen, das als Ergänzungsband dient. Danach widmet sich der Leser wieder Band 1 usw.. Schopenhauer selbst gibt in den beiden Bänden von Die Welt als Wille und Vorstellung Hinweise, wann zu Band eins oder zwei zu wechseln ist.
Auch ohne Wissen um die Philosophie Schopenhauers lassen sich die Schriften aus Parerga und Paralipomena mit Gewinn lesen. Dort enthält Band 1 die viel zitierten Aphorismen zur Lebensweisheit.
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